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    Geschäftsbericht Konzern 2025

    • Moderates Wachstum der Weltwirtschaft für 2026 prognostiziert
    • Krones erwartet für das laufende Jahr weiteres Umsatzwachstum
    • Ertragskraft wird 2026 im Konzern erneut steigen

     

    Prognosebericht

    Weltwirtschaft soll 2026 um 3,3 % wachsen

    Im Januar 2026 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2026 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,3 %. Das liegt unter dem langjährigen Durchschnittswert der jüngeren Vergangenheit (2000 bis 2019) von 3,7 %. Belastungsfaktoren bleiben im laufenden Jahr die militärischen und handelspolitischen Konflikte. Rückenwind kommt laut IWF von den steigenden Technologieinvestitionen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI), vor allem in Nordamerika und Asien. Auch eine lockere Fiskal- und Zinspolitik unterstützen in vielen Regionen die Wirtschaftsleistung. 

    Risiken für Abwärtskorrekturen der Prognose sehen die IWF-Volkswirte mitunter in einer Neubewertung der Erwartungen für das Produktivitätswachstum durch KI. Dies könnte eine deutliche Korrektur an den Finanzmärkten auslösen und so das Vermögen privater Haushalte reduzieren. Außerdem würde sich eine Verschärfung der handels- sowie geopolitischen Konflikte negativ auf die Weltwirtschaft auswirken, weil sie Investitionen senken, Handelsströme verzerren und möglicherweise Lieferketten unterbrechen. Demgegenüber könnte nach Meinung der IWF-Experten eine nachhaltige und deutliche Entspannung der Handelsstreitigkeiten die Weltkonjunktur positiv beeinflussen. 

    In den Schwellen- und Entwicklungsländern soll die Wirtschaft nach IWF-Schätzungen 2026 mit plus 4,2 % erneut überdurchschnittlich wachsen. Verantwortlich hierfür sind die großen Volkswirtschaften China und Indien. Für China prognostizieren die Experten im laufenden Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,5 % nach 5,0 % im Vorjahr. Für die mittlerweile hinter Deutschland weltweit fünftgrößte Volkswirtschaft Indien weist der IWF für 2026 mit + 6,4 % erneut die höchste erwartete Wachstumsrate unter den großen Wirtschaftsnationen aus. Während Lateinamerika auch im laufenden Jahr unterdurchschnittlich zur Weltwirtschaft wachsen soll (+ 2,2 %), liegt die IWF-Prognose für die Region Naher Osten/Zentralasien bei plus 3,9 % und für Sub-Sahara/Afrika bei plus 4,6 %.

    Für die Industriestaaten erwartet der IWF 2026 ein unterdurchschnittliches BIP-Wachstum von 1,8 %. Mit einem prognostizierten Wachstum von 1,3 % entwickelt die Konjunktur in der Euro-Zone weiterhin wenig Dynamik. Deutschland erholt sich mit einem Plus von 1,1 % langsam von den schwachen Vorjahren. Gemäß IWF-Prognose soll die Wirtschaft in den USA 2026, unterstützt durch eine expansive Fiskalpolitik, um 2,4 % zulegen. In Japan dürfte sich das Wachstum auf ein Plus von 0,7 % verlangsamen (Vorjahr: + 1,1 %).

     


    Wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten hemmen auch 2026 das weltweite Wirtschaftswachstum. Während die Konjunktur laut IWF in den Schwellen- und Entwicklungsländern um 4,2 % zulegen wird, hinkt die Euro-Zone mit einem Wachstum von 1,3 % weiter hinterher. In den USA soll sich die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 2,4 % verbessern.

    Hohe Volatilität an den Finanzmärkten beeinflusst Wechselkurse

    Mit der wirtschaftspolitischen Unsicherheit nimmt gemäß den Experten der Europäischen Zentralbank auch die Volatilität an den Finanzmärkten zu. Dies wiederum kann gemäß den Experten des IWF zu heftigen Bewegungen bei den Wechselkursen führen. So hat 2025 beispielsweise der US-Dollar gegenüber dem Euro um rund 13 % an Wert verloren. Die erhöhten Schwankungen der Wechselkurse erschweren die Erstellung belastbarer Prognosen für Währungsentwicklungen im laufenden Jahr sehr.

    Maschinen- und Anlagenbaubranche mit leichter Erholung auf sehr niedrigem Niveau

     


    Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet, dass die weiterhin relativ schwache Konjunktur, die schwierigen Standortbedingungen in Deutschland sowie die Handelspolitik der wichtigen Absatzregionen USA und China die Gesamtbranche weiter belasten werden. Zwar erwarten die VDMA-Volkswirte nach dem prognostizierten deutlichen Minus von 5 % im Jahr 2025 für 2026 ein leichtes Plus bei der Produktion von 1 %. Nach zwölf Minusquartalen in Folge müsste der Zuwachs aber gemäß VDMA deutlich größer ausfallen, um von einer echten Wachstumsdynamik zu sprechen. 

    Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass sich die verschiedenen Bereiche der Maschinen- und Anlagenbaubranche sehr unterschiedlich entwickeln und sich Krones mit einer Exportquote von rund 90 % an der Entwicklung der internationalen Märkte orientiert.

    Krones Kunden profitieren von steigendem Getränkekonsum

     


    Die Nachfrage nach Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist abhängig von der Konsumfreude der Endverbraucher. Moderate Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus. Sie stützen die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln und beeinflussen dadurch indirekt die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen unseres Unternehmens.

    Mit einer für 2026 prognostizierten weltweit insgesamt rückläufigen Inflation erwarten wir für das laufende Jahr insgesamt eine positive Endkundennachfrage. Der private Konsum hatte bereits in den Vorjahren in vielen Regionen die Konjunktur gestützt. Der für unsere Kunden relevante weltweite Konsum von abgefüllten -Getränken soll 2026 gemäß den Zahlen von GlobalData im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % zulegen.

    Krones erwartet positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2026 

    Krones ist trotz der volatilen weltwirtschaftlichen Lage insgesamt mit einem realistischen Optimismus in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Der solide Auftragsbestand gewährleistet eine Auslastung der Produktionskapazitäten bis weit in das dritte Quartal 2026. Zudem stützt eine robuste Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Krones diese Einschätzung. 

    Gleichzeitig ist das Geschäftsumfeld für Krones sehr herausfordernd. Die -globale konjunkturelle Entwicklung bleibt verhalten und es gibt Risiken für die Weltwirtschaft und damit auch für die Geschäftsentwicklung von Krones. Hierzu zählt die globale Zollpolitik, die zu einem Rückgang des Welthandels führen könnte. Negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken könnten sich auch geopolitische Spannungen in Europa, dem Nahen Osten und anderen Regionen der Welt. Militärische Aktionen auf wichtigen Handelsrouten könnten zu Materialengpässen und Problemen in den welt-weiten Lieferketten führen.

    Krones erwartet für 2026, dass sich der Weltmarkt für Abfüll- und Verpackungstechnik grundsätzlich robust entwickelt und die Absatzpreise auf einem relativ stabilen Niveau bleiben. Der Wettbewerbs- sowie der Kostendruck auf unseren Märkten werden allerdings im laufenden Geschäftsjahr weiter hoch sein.

    Die mittel- und langfristigen Aussichten für Krones bleiben unverändert positiv. Die Nachfrage der Konsumenten nach abgepackten Getränken und flüssigen -Lebensmitteln wächst aufgrund von Megatrends, wie beispielsweise der steigenden Weltbevölkerung und der wachsenden Mittelschicht in den Schwellen- und Entwicklungsländern, stetig. Die Themen Digitalisierung und wirtschaftliche Nachhaltigkeit sorgen ebenfalls für eine stabile Nachfrage nach innovativen Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen.

    Die gesamtwirtschaftlichen, branchen- und unternehmensspezifischen Prognosen und Risiken treffen aufgrund vergleichbarer Absatz- und Beschaffungsmärkte im Wesentlichen für alle drei Segmente des Krones Konzerns zu.

    Segment-Prognosen für 2026

    Um profitables Wachstum zu realisieren, wird Krones im laufenden Jahr in allen drei Segmenten diszipliniert an der eingeschlagenen Preisstrategie festhalten und den Kosten entsprechend angemessene Absatzpreise erzielen. Durch den weiteren Ausbau des globalen Wertschöpfungsverbundes verbessert Krones seine Kostenstrukturen und stärkt seine Widerstandsfähigkeit gegenüber wirtschaftlichen und politischen Risiken. Zudem werden die Kostenoptimierungsprogramme weiter kontinuierlich umgesetzt und durch Investitionen in die -Automatisierung der Produktionsstandorte die Effizienz erhöht. Darüber hinaus wird Krones mit innovativen und zukunftsweisenden Produkten und Services die Wachstumschancen unseres Marktes konzernweit nutzen. Hierbei fokussieren wir uns auf die Themenfelder Digitalisierung, Systemlösungen und wirtschaftliche Nachhaltigkeit. 

    Bei der Finanzierung des künftigen Wachstums setzen wir weiterhin auf unsere sehr solide Kapitalstruktur mit hoher Eigenkapitalquote, niedrigen Finanzschulden und komfortabler Nettoliquidität.

     

    Im Kernsegment »Abfüll- und Verpackungstechnologie« wird Krones in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Produktionskapazitäten in den USA, China und Indien erweitern und die Märkte mit lokalen Produkten unterstützen. Im Inland investiert das Unternehmen stark in die Automatisierung der Produktionsstandorte sowie in die Produktionslogistik, um die Effizienz weiter zu steigern. 

    Zudem werden wir in der »Abfüll- und Verpackungstechnologie« das Life-Cycle-Service (LCS)-Geschäft weiter ausbauen. Hierfür investiert das Unternehmen unvermindert in das weltweite Servicenetzwerk sowie die Qualität der -angebotenen Services, um die Kundenbindung und -nähe weiter zu verbessern. Krones wird auch die Chancen nutzen, die sich durch digitale -Services und neue Geschäftsmodelle ergeben.

    Mit der neuen und hochinnovativen Liniengeneration Ingeniq setzen wir -bezüglich Effizienz, Digitalisierung und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit neue Maßstäbe und werden unsere führende Position bei PET-Abfüll- und Verpackungsanlagen festigen und ausbauen. 

    Für das Kernsegment erwartet Krones 2026 einen um 2% bis 4 % höheren um Währungsumrechnungseffekte bereinigten Umsatz bei einer EBITDA-Marge von 11,0 % bis 11,5 %.

     

    Das Segment »Prozesstechnologie« hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Krones wird die eingeschlagene Strategie weiter fortsetzen und die Diversifizierung in mittel- und langfristig überdurchschnittlich wachsende Märkte wie energieeffiziente Lösungen zur Getränkeherstellung, ressourcenschonende Wasseraufbereitung sowie Technologien für die biotechnologische Produktion pflanzlicher Proteine weiter gezielt vorantreiben.

    Durch den Ausbau des Global Footprint mit den dazugehörigen Lieferketten, vor allem in den USA und Indien, wird das Segment Prozesstechnologie die Kostenstruktur weiter optimieren. Zusätzliche Kosten- und Effizienzpotenziale hebt das Unternehmen durch die bessere Vernetzung der weltweiten Einheiten. In den Märkten Nordamerika und Asien/Pazifik will Krones die sich dort bietenden überdurchschnittlichen Wachstumschancen nutzen. Zudem soll der Ausbau des After-Sales- und Komponenten-Geschäfts einen zusätzlichen Umsatz- und Ergebnisbeitrag liefern.

    Krones prognostiziert für das Segment Prozesstechnologie für 2026 einen um Währungsumrechnungseffekte bereinigten Umsatzzuwachs von 0 % bis 5 % bei einer EBITDA-Marge von 9,0 % bis 10,0 %.

     

    Das Segment »Intralogistik« profitiert mit dem Tochterunternehmen System Logistics vom steigenden Bedarf an einer schnellen und effizienten Auftrags-abwicklung. Mit den Automatisierungs-Lösungen von System Logistics senken Kunden den Energieverbrauch, die Betriebskosten sowie das notwendige Betriebspersonal und erhöhen gleichzeitig die Effizienz.

    Um die Wachstumschancen in einem wettbewerbsintensiven Umfeld zu nutzen, baut Krones seine internationale Präsenz im Segment Intralogistik aus. Hier stehen die außereuropäischen Märkte im Fokus. So werden die Erweiterung der Standorte in Indien und den USA sowie neue Tochtergesellschaften in China und Kanada das Wachstum sowie die Diversifizierung voranbringen. Zudem wird sich Krones stärker auf Branchen außerhalb des Getränke- und Liquid-Food-Marktes konzentrieren – etwa den Lebensmittelgroßhandel. -Darüber hinaus treibt System Logistics vor allem mit automatischen Komissionierlösungen (Automated Picking Systems) sowie dem Ausbau des Service- und Softwaregeschäfts das profitable Wachstum voran.

    Krones rechnet 2026 im Segment Intralogistik mit einem um Währungsumrechnungseffekte bereinigten Umsatzwachstum von 5 % bis 10 %. Die EBITDA-Marge soll zwischen 7,5 % bis 8,5 % liegen.

    Krones prognostiziert für 2026 profitables Wachstum im Konzern

    Krones ist gut in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Jedoch gibt es verschiedene unvorhersehbare Faktoren, die sich auf die Geschäftsprozesse und die Produktion des Unternehmens auswirken könnten. Dazu gehören geopolitische Risiken in Europa, im Nahen Osten und in anderen Teilen der Welt. Eine weitere Unwägbarkeit ist die globale Zollpolitik, die zu einem Rückgang des Welthandels führen könnte. Auch Materialengpässe und Probleme in den globalen Lieferketten bleiben Unsicherheitsfaktoren. Zudem beeinträchtigen erhebliche Wechselkursschwankungen die Umsatzprognose.

    Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für Krones relevanten Märkte rechnet das Unternehmen für 2026 im Konzern mit einem um Währungsumrechnungseffekte bereinigten Umsatzwachstum von 3 % bis 5 %. 

    Krones will die Ertragskraft 2026 weiter steigern.

    Auf Basis operativ steigender Umsätze, einer weiterhin disziplinierten Preisstrategie sowie der kontinuierlichen Umsetzung der Kostenoptimierungsmaßnahmen will Krones die Ertragskraft im laufenden Jahr gegenüber 2025 erneut verbessern. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen für den Konzern eine EBITDA-Marge von 10,7 % bis 11,1 %.

    Für die dritte Zielgröße, den ROCE (Return on Capital Employed), erwartet Krones im laufenden Jahr 19 % bis 20 %.

     

     

    Die Aktionäre wird Krones auch künftig über Dividendenausschüttungen am Unternehmenserfolg beteiligen. Die Dividendenstrategie der Gesellschaft sieht vor, 25 % bis 30 % des erzielten Konzerngewinns an die Anteilseigner auszuschütten, wobei sich das Unternehmen seit mehreren Jahren am oberen Ende der Spanne orientiert.

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